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Münchner Geowissenschaftliche Abhandlungen
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Der aktuelle Kenntnisstand über quellfähige Gesteine und ihr Verhalten im Tunnelbau wird umfassend dargelegt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die geologischen Ansatzpunkte bei der Quellproblematik gelegt. Aufgrund von theoretischen Überlegungen wurde der »Tonquellspiegel« in quellfähigen Tongesteinen eingeführt. Des Weiteren konnten gute Korrelationen zwischen drei üblichen Labor-Quellversuchen gefunden werden. Damit wird erstmals eine Übertragung der relativ rasch vorliegenden Ergebnisse des Pulverquellversuches auf im Labor ermittelte Quelldrücke möglich. Besonders interessant ist der Nachweis, dass verschiedene, reine Anhydrite unterschiedliche Quellpotenziale besitzen. Es zeigt sich, dass Anhydrite, die eine größere ehemalige Überlagerung erlebt haben, weniger stark quellen. Bei metamorphen Anhydriten brauchen deshalb im Tunnelbau keine bedenklichen Quellerscheinungen befürchtet werden.
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