| Besprechung |
Biologie in der Schule
53 (8): 34, 2004
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Leitfaden der Pollenbestimmung für Mitteleuropa und angrenzende Gebiete H.-J. Beug Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 2004, 542 Seiten, 120 Fototafeln, 29 Abbildungen, 13 Tabellen, Preis: 90,00 Euro, ISBN 3-89937-043-0. Der "Leitfaden der Pollenbestimmung" ist ein umfassendes Bestimmungswerk der fossilen und rezenten Pollenarten mitteleuropäischer und alpiner Flora. Auch wichtige Arten aus Süd-, Westund Nordeuropa werden in dem Werk berücksichtigt. In der Einleitung gibt Beug allgemeine Hinweise für den Benutzer, Anweisungen für die Herstellung von Pollenpräparaten zur mikroskopischen Untersuchung, Bestimmung und für die Mikrofotografie. |
In einem siebenseitigen Glossar werden die Terminologie und die verwendeten Abkürzungen erläutert. Die vielfältigen Pollenformen hat der Autor in 31 Klassen geordnet. In dem voran gestellten sechsseitigen Bestimmungsschlüssel werden die Skulpturtypen und Pollenklassen angezeigt. Der Hauptteil des Bestimmungswerkes enthält auf 465 Seiten detaillierte Bestimmungsschlüssel der einzelnen Pollenklassen sowie ausführliche Beschreibungen der einzelnen Pollentypen. Etwa 300 Mikrofotografien in hervorragender Bildqualität, aufgenommen meist im Phasenkontrast bei 1000-facher Vergrößerung in Ölimmersion, sowie Zeichnungen und Tabellen mit Messwerten ergänzen viele der Beschreibungen. Auf dem seidenmatten, reflexmindernden Papier des Werkes kommen die Mikrofotografien sehr gut zur Geltung. |
Eine neunzehnseitige Literaturangabe und ein anschließendes Register runden das aufwändig gebundene und mit widerstandsfähigem Einband versehene Werk ab. Der "Leitfaden" hat interdisziplinären Charakter und spricht außer Botanikern auch Allergologen, Archäologen, Geologen, Paläontologen, Klimaforscher, Bodenkundler, Forstfachleute, Honigforscher, Hobbymikroskopiker sowie interessierte Lehrer an. Für den schulischen Einsatz ist das Werk themenorientiert, z.B. bei Untersuchungen von Honig im Hinblick auf seine Herkunft oder zur Bestimmung Allergien auslösender Pollenarten geeignet. Angesichts des hohen Fachniveaus ist das Werk vornehmlich als Bestimmungswerk und Informationsquelle für die unterrichtende Lehrperson zu empfehlen. |
Schüler könnten bei mikroskopischen Pollenbestimmungen eher durch Vergleichen mit den Mikrofotografien des "Leitfadens" fündig werden. Zur leichteren Handhabung des "Leitfadens" wäre es eventuell zu überlegen, bei einem Nachdruck die Pollenklassen gesondert zu nummerieren, unabhängig vom restlichen Textteil. Auch mit dem Risiko der Wiederholung würde es die Zuordnung von Pollenformen erleichtern, wenn nach dem Namen jeder einzelnen Pollenklasse dessen Beschreibung nochmals stichwortartig erläutert würde. Erhard Mathias |
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